Das Dashboard
Wenn Sie einen Mandanten öffnen, landen Sie auf einem Dashboard, das um vier Fragen herum gebaut ist: Wie viel Geld habe ich, mache ich Gewinn, wer schuldet mir etwas, und wie lange reicht meine Liquidität? Ein zweiter Tab ergänzt die Analysen, die ein Treuhänder oder eine Bank sehen will.
Die zwei Tabs
- Übersicht – die Inhabersicht. Kennzahlen, Liquiditätsreichweite, Umsatzentwicklung, Debitoren, Kreditoren, Top-Kunden und -Lieferanten sowie Bankkontoaktivität.
- Finanzen – die Analysesicht. GuV-Übersicht, Bilanz, Liquidität (Liquiditätsgrad II), Eigenkapitalquoten, Mehrjahresentwicklung und Projektrentabilität.
Ihr zuletzt genutzter Tab wird pro Gerät gemerkt.
Widgets im Tab Übersicht
| Widget | Was es beantwortet |
|---|---|
| Kennzahlen | Liquidität heute (mit Veränderung zum Vormonat), Gewinn seit Jahresbeginn mit Marge, offene Kundenrechnungen mit hervorgehobenem überfälligem Betrag und offene Lieferantenrechnungen mit dem, was in den nächsten 30 Tagen fällig wird |
| Liquiditätsreichweite | Wie viele Monate das Unternehmen mit der heutigen Liquidität beim durchschnittlichen Mittelabfluss der letzten drei Monate weiterarbeiten kann – ohne neue Einnahmen. Die Balken zeigen die monatlichen Betriebskosten (ohne Abschreibungen und Finanzpositionen), die Linie den Geldbestand, und die gestrichelte Linie schreibt ihn fort, bis er null erreicht. Grün bedeutet mehr als 6 Monate, Gelb 3–6, Rot unter 3 |
| Umsatz | Monatsumsatz gegenüber dem Vorjahr, mit Summen seit Jahresbeginn |
| Debitoren / Kreditoren | Trends nach Rechnungsstatus: offen, überfällig, abgeschlossen und überbezahlt |
| Top-10-Kunden / Top-10-Lieferanten | Wer in der gewählten Periode am meisten zählt |
| Bankkontoaktivität | Saldoentwicklung pro Bankkonto – über die Auswahl Konten auf dem Widget schränken Sie die Anzeige auf bestimmte Konten ein (standardmässig werden alle angezeigt) |
Widgets im Tab Finanzen
| Widget | Was es beantwortet |
|---|---|
| GuV-Übersicht | Wie sich der Gewinn vom Umsatz über DB 1, DB 2 und EBITDA bis zum EBIT aufbaut, im Vergleich zum Vorjahr |
| Bilanz | Aktiven per Monatsende gegenüber Fremd- und Eigenkapital, gestapelt nach Kategorie. Das laufende Jahresergebnis erscheint als eigenes Eigenkapitalsegment, damit beide Seiten immer übereinstimmen. Enthalten die Bücher unausgeglichene Buchungen, zeigt das Widget die Warnung «Nicht ausgeglichen» – ein Klick darauf zeigt die betroffenen Buchungen, jede mit Link zum Eintrag, damit Sie sie korrigieren können |
| Liquiditätsgrad II | Ob flüssige Mittel plus Forderungen die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken – monatlich, gegenüber dem Vorjahr und mit Referenzlinien bei 100 % und 120 % |
| Eigenkapital | Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrendite im Vorjahresvergleich, Monatsgewinn und Eigenkapital gegenüber der Bilanzsumme – umschaltbare Ansichten innerhalb des Widgets |
| Aufwand & Ertrag (mehrjährig) | Umsatz, Kostenblöcke, EBITDA und Gewinn pro Jahr über alle gebuchten Jahre |
| Nettoumlaufvermögen (mehrjährig) | Liquidität plus Forderungen minus kurzfristige Verbindlichkeiten per jedes Jahresende |
| Projekte & Kostenstellen | Umsatz, Deckungsbeitrag 1, EBITDA und Gewinn pro Projekt und pro Kostenstelle. Erscheint nur, wenn der Mandant tatsächlich auf Projekte oder Abteilungen bucht |
Die Zahlen lesen – worauf Sie reagieren sollten
Die Widgets sind so gestaltet, dass «alles in Ordnung» ruhig aussieht und Probleme hervorstechen. Ein paar Faustregeln:
- Die Liquiditätsreichweite wird gelb oder rot – das Unternehmen hat beim aktuellen Ausgabenniveau weniger als sechs (gelb) bzw. drei (rot) Monate Liquidität. Schauen Sie auf die Balken: Sind die Monatskosten gestiegen, ist das der Hebel; ist die Liquiditätslinie plötzlich gefallen, prüfen Sie die Offenen Posten – oft steckt das Geld schlicht in unbezahlten Rechnungen.
- Die Kennzahlen zeigen einen wachsenden überfälligen Betrag – Ihre Kunden lassen Sie warten. Versenden Sie die nächste Mahnstufe im Stapel, statt einzeln nachzufassen.
- Liquiditätsgrad II unter der 100-%-Linie – flüssige Mittel plus Forderungen decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht mehr; das Unternehmen ist darauf angewiesen, dass neuer Umsatz rechtzeitig eintrifft. Über 120 % ist komfortabel. Ein langsames Abgleiten über Monate wiegt schwerer als ein einzelner schlechter Monat.
- Die Bilanz zeigt «Nicht ausgeglichen» – eine Buchung ist technisch unausgeglichen (das sollte im Normalbetrieb nicht vorkommen). Klicken Sie auf die Warnung, um die genauen Einträge zu sehen, und öffnen Sie jeden einzelnen zur Korrektur – am besten vor jeder Einreichung.
- Die Eigenkapitalquote sinkt über die Zeit – das Unternehmen finanziert sich zunehmend über Fremdkapital. Nicht automatisch schlecht, aber die erste Zahl, auf die eine Bank schaut.
- Nettoumlaufvermögen am Jahresende negativ – die kurzfristigen Verpflichtungen übersteigen Liquidität plus Forderungen; sprechen Sie über Zahlungsfristen (Ihre und die Ihrer Kunden), bevor daraus ein Liquiditätsproblem wird.
Wie die Zahlen berechnet werden
Alle Finanz-Widgets lesen die Kontenkategorien, die Ihren Konten zugewiesen sind (System → Kontenplan → Kategorien). Weisen Sie ein Konto einer anderen Kategorie zu, folgen alle Widgets automatisch.
Periode, Einstellungen und Layout
- Periodenauswahl – schränken Sie die Widgets auf einen Datumsbereich ein und wechseln Sie zwischen monatlicher, quartalsweiser und jährlicher Gruppierung. Bilanzartige Widgets zeigen den Saldo am Ende jedes Quartals oder Jahres; Fluss-Widgets summieren die Periode.
- Widget-Einstellungen (Zahnrad-Symbol) – schalten Sie jedes Widget ein oder aus, ändern Sie seine Breite (50 % / 100 %) und die Reihenfolge. Ihr Layout wird in Ihrem Benutzerprofil gespeichert.
- Drag & Drop – ordnen Sie Widgets direkt auf der Seite neu an.
Jedes Widget erscheint nur, wenn Ihre Rolle die passende Berechtigung hat – die Debitoren-Kacheln und -Widgets brauchen zum Beispiel Kundenzugriff, die Finanzdiagramme Zugriff auf Hauptbuchbuchungen.